Brücke der Empathie

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Brücke der Empathie

Brücke der Empathie: Wie Hospizbegleiter Joachim Albeck und Schäferhund Dancel Lebensfreude in die Villa Romantica bringen

Einmal wöchentlich erhält Wolfgang Bell einen ganz besonderen Besuch. Wenn sich die Tür seines Zimmers im Seniorenzentrum Villa Romantica in Niederzissen öffnet, wird er nicht nur mit einem herzlichen Lächeln begrüßt, sondern auch von zwei treuen, braunen Augen angeschaut. Vor ihm steht Joachim Albeck – seit 2025 ehrenamtlicher Hospizbegleiter – gemeinsam mit seinem fünfjährigen Schäferhund Dancel.

 

Nach dem Eintritt in den Ruhestand stand für Herrn Albeck schnell fest, dass er sich nicht völlig zurückziehen wollte. Er hatte den Wunsch, weiterhin für Menschen da zu sein. Besonders am Herzen lag es ihm, Menschen in ihrer letzten Lebensphase beizustehen.

Hr. Albeck entschied sich dazu, sich beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V. als ehrenamtlicher Hospizbegleiter ausbilden zu lassen. Die kontinuierlichen Weiterbildungen und der Austausch im Verein schenken ihm regelmäßig neue, wertvolle Erfahrungen, die ihn auch persönlich tief bereichern.

 

Mit den wöchentlichen Besuchen gemeinsam mit seinem Hund Dancel bringt Herr Albeck Lebensfreude in den Alltag von Herrn Bell. „Die Besuche sind mir unheimlich wichtig und ich freue mich jedes Mal schon Tage im Voraus darauf“, erzählt Herr Bell sichtlich bewegt.

Besonders die zwischenmenschlichen Gespräche mit Herrn Albeck empfindet er als ganz wertvoll für seinen Alltag. Doch das Herzstück des Besuchs bleibt die tierische Begleitung.

Der fünfjährige Schäferhund ist ausgebildeter Schul- und Besuchshund und bringt die perfekte Mischung aus Ruhe, Disziplin und Empathie mit. In der Sterbe- und Seniorenbegleitung bewirkt das Tier oft kleine Wunder, die rein menschlich nur schwer zu erreichen sind.

Durch Dancels sanfte Präsenz werden bei den besuchten Menschen oft tiefe Ängste aufgebrochen. Die Berührung des weichen Fells schafft eine Atmosphäre der Geborgenheit. Besonders faszinierend ist die Wirkung auf das Gedächtnis: Der Kontakt zu dem Hund ruft bei Bewohnern lebendige Erinnerungen an vergangene Zeiten – an eigene Haustiere oder die Jugend – wach.

 

Für das Seniorenzentrum Villa Romantica ist die Kooperation mit dem Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V. ein zentraler Baustein ihrer Philosophie. Das Haus verfolgt den klaren Anspruch, Menschen ganzheitlich zu begleiten. Dies bedeutet eine individuelle Lebensbegleitung bis zum Schluss, bei der die persönlichen Wünsche, Bedürfnisse und die Würde der Bewohner absolut im Vordergrund stehen und respektiert werden.

Die Besuche von Herrn Albeck und seinem Hund Dancel zeigen eindrucksvoll, wie eine solche Kooperation mit Leben gefüllt wird.

Detlef Wittke